Wappen von Esthal
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Ortsbürgermeister

Gerhard Kuhn
( Orgelbaumeister )
Rosenstrasse 39
67472 Esthal
Tel. (06325) 184844

Die Gemeinde Esthal, ca. 1700 Einwohner groß, liegt auf einem Plateau im Pfälzer Wald.
Der Ort ist selbst für die abgelegene Verbandsgemeinde Lambrecht eine Oase der Ruhe.
Nur eine - gut ausgebaute und fünf Kilometer lange Kreisstraße führt bei der Siedlung Sattelmühle vom Elmsteiner Tal ins 365 m hochgelegene Walddorf.

Im Mittelalter wurde hier in Esthal für Glashütten und Schmelzwerke Holz geäschert. 1380 erscheint die "Aschenstelle" ("Estall") erstmals in einer Speyerer Urkunde. Die Siedlung war bis 1794 im Besitz der Herren von Erfenstein, der gleichnamigen Burg im Speyerbachtal.

Burg Erfenstein Zu Esthal gehören die Ortsteile Erfenstein, Breitenstein und Sattelmühle. Die Burg Erfenstein wurde im 13. Jahrhundert von den Leininger Grafen errichtet, zum Schutz der Wälder. 1380 wurde 100m talaufwärts eine neue Burg bezogen, Bergfriedreste beider Burgen sind bis heute noch zu sehen.

Die auf der gegenüberliegenden südlichen Talseite stehende Ruine Spangenburg (Gemarkung von Neustadt) aus dem letzten Drittel des 11. Jahrhunderts, gehörte dem Fürstentum Speyer. Im 30Jährigen Krieg wurde sie zerstört. Seit 1972 hat sie ein Verein restauriert, sie ist wieder bewirtschaftet. Burg Spangenberg Der Sage nach soll zwischen Erfenstein und Spangenberg eine Lederbrücke bestanden haben, die bei nachbarschaftlicher Fehde zerschnitten wurde. Die Burg Breitenstein entstand wie Erfenstein durch die Leininger zur selben Zeit. Turmfundamente einer älteren Burg wurden 60 Meter oberhalb gefunden. beide wurden 1470 durch kurpfälzische Truppen zerstört.

Im Jahr 1426 wurde in Esthal erstmals eine Kirche erwähnt, die auch heute noch katholisch ist. Die Bruder-Konrad-Kirche stammt allerdings von 1934, sie schließt teile der Kirche St. Katharina ein und beherbergt eine hölzerne Statue der Heiligen, sowie des Petrus aus der Zeit um 1500. Der Kirchenpatron (Bruder Konrad) wurde von dem Haßlocher Walter Dell geschnitzt. Am Seitenportal ist ein Wappenstein aus der alten Kirche, die auf die Herren von Dalberg hinweist, denen im 18. Jahrhundert die Burg Erfenstein und damit Esthal unterstanden. Die Protestanten besitzen seit 1900 einen Gemeindesaal.

In Esthal befindet sich das Kloster St. Maria. Es wurde in den Jahren 1951/52 und 1958/59 erbaut als pfälzisches Provinz-Mutterhaus der Schwestern vom Göttlichen Erlöser, genannt Niederbronner Schwestern.

Esthal besitzt außerdem herrliche Wanderwege, die viele Naturfreunde besonders am Wochenende zu schätzen wissen.

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